Und der Nobelpreis geht an….

…Yoshinori Ohsumi, für seine Forschung auf dem Gebiet der Autophagie.

Natürlich ist die Verleihung des Nobelpreises nicht annähernd so glamourös wie ein „Award“ in der Unterhaltungsbranche. Und das, obwohl der Nutzen für die Menschheit sicherlich um Einiges höher ist.

Dieses Jahr steht die Zellbiologie im Rampenlicht. Die Zeitung New York Times beschreibt das Gebiet als “sich selbst verzehrenden Zellen”, die wörtliche Bedeutung von Autophagie aus dem Griechischen.

Prof. Yoshinori Ohsumi wird als der Vorreiter auf diesem Feld angesehen und die Forschungsgemeinde lobt die Verleihung einstimmig. Er wird mit dem Nobelpreis für seine Entdeckung, wie Zellen eigene Bestandteile abbauen und recyceln, geehrt. Ein Vorgang der das Überleben jeder menschlichen Zelle sichert.

Die Pressemitteilung vom 3. Oktober weist unter anderem auch auf die Bedeutung seiner Ergebnisse für Erkenntnisse in Bezug auf Alterung und Zusammenhänge mit Krankheiten wie Parkinson oder Diabetes hin. Auch Alzheimer, genetische Krankheiten oder Krebs können ihren Ursprung in fehlerhafter Autophagie haben.

In der Folge arbeitet auch die Arzneimittelentwicklung vermehrt daran, wie man Autophagie als Target für Medikamente nutzen kann. Diese würden dann effektiver und dabei weniger toxisch sein, so die Erwartung.

Wir gratulieren Prof. Yoshinori Ohsumi zu seiner Ehrung und sind allen Forschern dieser Welt dankbar, dass sie ihre Zeit der Wissenschaft widmen um nachhaltige und bedeutsame Erkenntnisse für Medizin und Biologie zu gewinnen.

Klicken Sie hier für einige Eindrücke der Verleihung!

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