Value-Based Health Care (VBHC)

Wenn man value-based health care defintion googelt bekommt man ca. 6 Millionen Ergebnisse angezeigt. Auf der ersten Ergebnisseite ist die älteste Referenz von 2010, ein Artikel im New England Journal of Medicine. Doch ein Thema ist es sicherlich schon länger. Das heute einflussreiche Netzwerk Value-Based Health Care Center Europe (Niederlande) hat seine Anfänge im Jahr 2008 und wurde von verschiedenen Fachleuten aus dem Gesundheitswesen und universitärem Bereich mitbegründet. Die Mission des Netzwerks ist ganz klar, das Gesundheitswesen in einem Dialog zusammenzubringen, indem sie den Beteiligten zum Thema Gesundheit eine Plattform bieten.

Was ist nun Value-Based Health Care (VBHC) und wer sind die Beteiligten


Vereinfacht ausgedrückt steht dabei der Mehrwert und Nutzen für Patienten (patient outcome) im Mittelpunkt und der Anspruch, dass der Wert und das Ergebnis einer Behandlung vergütet werden und nicht eine schiere Anzahl an verschriebenen Medikamente oder Arzt- und Krankenhausbesuchen.

Es geht um das Ergebnis für den Patienten. Hierüber soll Effizienz neu definiert werden, weniger über wieviel Kosten mit einer einzigen Behandlung gespart werden können, sondern vielmehr darüber, was der Gesundheit der Patienten und der Nachhaltigkeit zu Gute kommen soll.

Die Stakeholder in dem System sind vielseitig: Patienten und deren Familien, Ärzte, die Politik/Gesetzgeber, Krankenversicherungen…

Einsparungen


Aufschwung bekommt die Bewegung auch dadurch, dass Regierungen immer mehr Wege suchen, die Kosten in ihren Gesundheitswesen möglichst gering zu halten. Wenn eine nachhaltige Behandlung bevorzugt bezahlt wird, sollten die Gesundheitskosten sinken.

Um in Europa zu bleiben, das Gesundheitswesen und auch das Ausmaß der Leistungen, die von Krankenkassen übernommen werden, sind hier sehr unterschiedlich. Auch die Unterschiede welchen Anspruch ein Sozialsysteme haben soll, sind keine gute Grundlage um value-based health care umfassend zu etablieren.

Patient Outcome


Um den patient outcome besser beurteilen zu können, gibt es seit einigen Jahren in den großen eruopäischen Ländern Regularien und offizielle Prüfinstanzen. Der Prozess ist für Unternehmen strukturiert und klar abgebildet. Ein zentraler Bestandteil spielt hier auch das HTA, health technology assessment, eine Folgenabschätzung für medizinische Produkte (Wirksamkeit, Sicherheit, Kosten). Doch einen Konsens darüber, welche Behandlungen oder Medikamente wie kompensiert werden sollen, wurde dadurch bisher nicht erreicht.

The Economist hat im Frühjahr 2016 Schlussfolgerungen zum aktuellen Stand von VBHC gezogen:

  • Maßnahmen zur Kosteneffizienz zeigen langsam ihre Wirkung, bleiben aber umstritten
  • Es gibt Potential für HTAs auf internationaler Ebene zusammenzuarbeiten. Das erfordert jedoch eine bessere gemeinsame Nutzung von Daten
  • Die Industrie und Regierungen müssen enger zusammenarbeiten um neue innovative Modelle zu entwickeln

Große Themen unserer Vermittlungsarbeit stellen die Bereich Market Access, Health Economics & Outcomes Research, Value Dossier Writing und Pricing & Reimbursement dar.

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