Tiermedizin als Industrie

Das europäische Investment Forum für Tiermedizin hat Anfang 2016 die „Animal-Health“ Industrie als die nächste große Investitionsmöglichkeit beschrieben. Warum?

Treibende Faktoren für Innovation in der Tiermedizin

  • Der Bedarf an tierischem Eiweiß steigt mit der Anzahl der Weltbevölkerung
  • Dies führt dazu, dass die Tierhaltung oft auf zu wenig Platz passiert, um den Bedarf an Fleisch, Eiern oder Milch zu decken.
  • Die Konsequenz daraus ist, dass ansteckende Krankheiten zum Problem werden
  • Bauern greifen also immer öfter zu Futterzusätzen und verabreichen mehr Impfstoffe

Weitere Einflüsse durch den Anstieg der Weltbevölkerung…

…eine immer größer werdende Mittelklasse.

Länder mit einer großen Mittelschicht geben viel Geld für ihre tierischen Hausbewohner aus. Im UK waren es 2015 mehr als 7 Milliarden Dollar, das meiste davon für Nahrung und medizinische Versorgung. Von Länder wie China, in der die Mittelschicht immer größer wird, erwartet sich die Industrie daher viel für die kommenden Jahre. Für 2016 wird in den USA der Umsatz für Tiermedizin im Haustiersektor auf knapp 15 Milliarden Dollar geschätzt.

Ein weiterer entscheidender Faktor, warum die Tiermedizin im Vergleich zur Pharma oder Biotechindustrie interessant sein kann: Die Entwicklungskosten sind um ein Vielfaches geringer. Denn man benötigt keinen jahrelangen klinischen oder Anwendungsstudien am Menschen, die Regularien für Impfstoffe oder Antibiotika sind weniger streng.

Und viele Pharmafirmen haben auch eine Tierarzneimittelsparte, aus der sich Synergien ableiten lassen.

Wie setzt sich die Industrie zusammen?


Man kann grundsätzlich zwischen Haus- und Nutztieren unterscheiden, wobei der Anteil an Produkten für das Nutztiersegment bei ca. 60% liegt. Am ertragsreichsten ist dabei der Bereich Pharmazeutika mit ca. 60%, gefolgt von Biologika mit knapp 25% und der Rest entfällt auf Futterzusätze.

Global betrachtet ist die Tiermedizin-Industrie schon jetzt 24 Milliarden Dollar wert. Eine Wachstumsrate von 3% bis 2020 wird erwartet.

Es gibt also viel zu tun im Bereich Animal Health und wir unterstützen Ihr Unternehmen gerne mit Freelancern entlang der gesamten Wertschöpfungskette, sehen Sie hier.

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