Biotechnologie – Ein Ausblick auf die Chancen und Risiken

Biotechnologie – Ein Ausblick auf die Chancen und Risiken

Die Aktien der Biotech-Unternehmen sind nach einem schwachen Jahr 2018 in 2019 wieder im Kurs gestiegen – aber was wissen wir sonst über Biotechnologie? Jobs in der Biotechnologie Branche werden für Biologen, Verfahrenstechniker, Biochemiker und Medizintechniker ausgeschrieben. Wer weiß schon, dass ein Biotechnologie Studium lohnt? In Sachen Biotechnologie Jobs sieht es ab 2020 jedenfalls spannend aus!

Biotechnologie ist im Bereich Life Sciences die Branche mit dem größten Potential

Und zwar Potential wie Innovationspotenzial. Die Branche wird sowohl von der Politik als auch von der öffentlichen Hand unterstützt, ist in vielen Bereichen präsent. Denn was wären Landwirtschaft, Medizin, Umwelttechnik und sogar Abfallmanagement ohne Biotechnologie? Pharma- und Chemiebranche sind ebenfalls von biotechnologischer Forschung und Entwicklung abhängig. 34.000 Beschäftigte allein in Deutschland arbeiten in dieser Branche, dazu kommen noch einmal etwa 31.000 Menschen (Zahlen von 2012), die sich in Forschung und Lehre an den Universitäten und Hochschulen mit Biotech beschäftigen. Sogar während der Wirtschaftskrise wuchs die Branche. In Biotech fließen viele Investitionen, Neugründungen sind und bleiben ein Thema. Viele neue Unternehmen starten direkt von der Universität aus – und auch das wird gefördert. 2011 unterstützte die öffentliche Hand diesen Bereich mit 3,4 Milliarden Euro, die Drittmittel von 1,6 Milliarden Euro müssen noch dazugerechnet werden. Und seitdem sind die Zahlen nicht niedriger geworden – moderne Biotechnologie wächst. In der Biotechnologie gibt es Jobs, und es werden immer mehr.

Studiengang Biotechnologie: 56 Studiengänge an insgesamt 36 Hochschulen

Das Studium dauert je nach Hochschule, Abschluss und Ausrichtung zwischen drei und sieben Semestern. Bachelor und Master sind möglich, das Studium kann in Vollzeit oder Teilzeit, aber auch Dual oder berufsbegleitend absolviert werden. 22 Fachhochschulen und 14 Universitäten bieten den Studiengang an. Soweit die Zahlen – das klingt attraktiv.

Im Studium werden die biologischen Grundlagen mit der möglichen Anwendung in der Industrie, der Medizin oder der Landschwirtschaft verbunden. Angehende Biotechnologen erforschen lebende Organismen. Die Ergebnisse dieser Forschungen werden dann soweit untersucht, bis ein industriell nutzbarer Mechanismus oder eine Substanz gefunden wurde. Es ist also ein interdisziplinäres Studium, neben Biologie und den anderen Naturwissenschaften spielen Verfahrenstechnik und Informatik eine Rolle. Und es gibt ein Farbsystem. Etabliert sind die rote und die weiße Biotechnologie sowie die grüne Biotechnologie. Permanente Entwicklungen und Forschungen lassen aber auch ständig neue Anwendungsgebiete entstehen, so dass inzwischen auch von grauer, brauner und blauer Biotechnologie die Rede ist.

Rote Biotechnologie beschäftigt sich mit dem medizinischen Nutzen

Welche Auswirkungen hat Biotech auf die Diagnostik und die Heilmethoden von Krankheiten? Hier sind die wohl größten Chancen der Branche zu sehen, und hier sind auch die meisten Biotechnologie Jobs zu finden. Der rote Bereich beschäftigt sich unter anderem mit der Manipulation von Zellen, meist tierischen Zellen, und deren Nutzen in gentechnisch verändertem Zustand. Medikamente zur Behandlung von Diabetes werden beispielsweise so hergestellt.

Weiße Biotechnologie: Welche Zusammenhänge bestehen in der Industrie?

Wasch- und Reinigungsmittel, Chemikalien aller Art, sogar Vitaminpräparate sind Produkte, die industriell hergestellt werden. Sie müssen auf ressourcenschonende Art und Weise erforscht, produziert und genutzt werden. Und natürlich darf die Umwelt weder unter den Produkten selbst, noch unter deren Produktion, der Nutzung oder der Entsorgung (also dem Abbau nach Nutzung) leiden. Wie kann das sichergestellt werden? Der weiße Sektor der Biotech-Branche forscht genau hier.

In der Landwirtschaft spielt grüne Biotechnologie eine wichtige Rolle

Eine der großen Fragen der Biotech-Branche in diesem Gebiet ist, wie die Genetik möglichst ertragreiche Ernten ermöglichen kann. Geschmack und Größe einer Frucht lassen sich über biotechnologische Prozesse manipulieren. Aber natürlich fallen hier auch andere Themen an. Allerdings hat die Agrobiotechnologie, wie sie auch genannt wird, in Deutschland einen eher schlechten Ruf. Eine Studie des BMBF ergab, dass nur etwa 4 % der Biotech-Unternehmen tatsächlich in diesem Bereich tätig sind. Gerechtfertigt ist das Misstrauen nicht, denn letztendlich kommen Pflanzen, die weniger Düngemitteln benötigen und Bäume, die dem Boden Giftstoffe entziehen, der Menschheit durchaus zugute – und das auch noch auf umweltfreundliche Art und Weise.

Life Sciences und Freelancer: Bei Biotech gar kein Widerspruch

Von Spezialisten für Zelltherapien über Fachleute für Gentherapie bis hin zu Programmierern und Software-Entwicklerinnen, die auf medizinische Anwendungen spezialisiert sind: Biotech und Freelancing schließen sich keineswegs aus. Aber wie kommen Freelancer auf diesem Gebiet an Aufträge? Anzeigen wie „Bitte entwickeln Sie ein neues Krebsmedikament“ liest man nun wirklich selten bei den üblichen Jobbörsen. Tatsächlich gibt es für Freelancer in den Life Sciences spezialisierte Jobbörsen. Hier finden sich auch zahlreiche Biotech Jobs.

Biotechnologen sind nicht gleich Biotechnologen. Es gibt verschiedene Zugänge zu dem Berufsfeld, und jeder Studiengang bietet andere Möglichkeiten, sich zu spezialisieren. Bioinformatiker und -informatikerinnen bedienen ganz andere Ansprüche als Beispielsweide Bioelektroniker und Bioelektronikerinnen. Trotzdem sind auch das Biotechnologen und -technologinnen im weiteren Sinn. In einem engeren Sinn befassen sich letztere natürlich in erster Linie mit Arzneimitteltherapie … Es ist also gar nicht so einfach, bei diesen vielen verschiedenen ineinandergreifenden Disziplinen den Überblick zu behalten.

Unternehmen und Freelancer zusammenbringen

Wie funktioniert so etwas? Immerhin ist es gar nicht so einfach, zu genau dem richtigen Zeitpunkt das Projekt zu finden. Anders ausgedrückt: Je spezieller das Fachgebiet, desto schwieriger fällt das Match-Making aus. Wenn das nun fast wie ein altmodisches Heiratsinstitut klingt, Kuppel-Service inklusive, ist das gar nicht so falsch. Denn de facto müssen die Unternehmen, die Biotechnologen und -technologinnen suchen, mit ihren zukünftigen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen irgendwie zusammengebracht werden. Wenn K-Recruiting den eigenen Service als Karriere-Boost bewirbt, ist das richtig.

Biotech ist so stark interdisziplinär angelegt, dass der Arbeitsmarkt extrem unübersichtlich ist. Und gleichzeitig sind die Anforderungen für jeden einzelnen Job, für jedes einzelne Projekt so speziell, dass es schon wieder Sinn macht, länderübergreifend wenigstens in der D-A-CH Region zu suchen, wenn nicht gar darüber hinaus. Und das betrifft Unternehmen genauso wie Freelancer. Willkommen bei K-Recruiting. Wir finden Menschen, die zusammengehören. Finden auch Sie Ihren idealen Job in der Biotechnologiebranche.

 

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